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Ein besonderer Ort der Erinnerung
Wenn ein Mensch verstirbt, suchen viele Angehörige nach einer Form des Abschieds, die Ruhe und Verbundenheit mit der Natur verbindet. Baumbestattungen und „Tree of Life“-Bestattungen bieten besondere Möglichkeiten, die Erinnerung an einen Menschen mit der Natur zu verbinden.
Baumbestattung
Bei einer Baumbestattung wird die Urne des Verstorbenen an den Wurzeln eines bestehenden Baumes beigesetzt. Der Baum wird zu einem natürlichen Ort der Erinnerung.
Baum- bzw. Waldbestattungen finden an speziell dafür vorgesehenen Orten statt. Dazu gehören vor allem Bestattungswälder (z. B. RuheForst oder FriedWald), Friedhöfe mit Baumgrabstätten sowie Naturbestattungsanlagen.
Ein Bestattungswald unterscheidet sich deutlich von einem klassischen Friedhof. Es gibt keine Reihen von Grabsteinen und meist keine bepflanzten Einzelgräber. Stattdessen befinden sich die Grabstellen in einer natürlichen Waldumgebung mit Bäumen, Wegen und ruhigen Plätzen.
Eine kleine Namenstafel am Baum oder eine zentrale Gedenkmöglichkeit erinnert an den Verstorbenen.
Tree of Life
Bei einer Tree-of-Life-Bestattung wird die Asche des Verstorbenen mit der Erde bzw. einem speziellen Substrat eines jungen Baumes verbunden. Daraus entsteht ein persönlicher Erinnerungsbaum, der für Verbundenheit, Wachstum und den Kreislauf des Lebens steht.
Nach der Einäscherung wird die Asche in einen speziellen Nährboden eingebracht, in dem der junge Baum heranwächst. Auf diese Weise entsteht eine besondere Verbindung zwischen Mensch, Natur und Wachstum.
Der Baum kann anschließend an einem persönlichen Ort gepflanzt werden und entwickelt sich dort zu einem lebendigen Erinnerungsort. Je nach Möglichkeit kann dies im eigenen Garten, in einem ausgewiesenen Naturbereich oder auf einer speziell dafür vorgesehenen Fläche sein.
Bei einer Baumbestattung wird die Asche des Verstorbenen in einer biologisch abbaubaren Urne im Wurzelbereich eines Baumes beigesetzt. Die Beisetzung erfolgt in einem Bestattungswald, auf einem Friedhof mit Baumgräbern oder in einer Naturbestattungsanlage.
Die Zeremonie kann individuell gestaltet werden und im kleinen oder größeren Kreis stattfinden.
Bei einer klassischen Baumbestattung wird die Asche in der Natur an einem bestehenden Baum beigesetzt.
Bei Tree of Life entsteht hingegen ein Erinnerungsbaum, bei dem die Asche im Rahmen eines speziellen Verfahrens mit der Erde eines jungen Baumes verbunden wird. Dieser Baum wächst weiter und wird später zu einem persönlichen Erinnerungsort.
Bei einer Tree-of-Life-Bestattung kann der entstandene Erinnerungsbaum unter bestimmten Voraussetzungen im eigenen Garten gepflanzt werden. Entscheidend ist dabei der Unterschied zwischen einer Beisetzung der Asche und einem Erinnerungsbaum.
In Deutschland gilt grundsätzlich die Friedhofspflicht. Die Asche eines Verstorbenen darf daher normalerweise nicht einfach im eigenen Garten beigesetzt oder eine Urne dort vergraben werden.
Bei Tree of Life wird deshalb ein anderer Weg gewählt:
Die Einäscherung erfolgt zunächst in Deutschland.
Die Asche wird für die Herstellung des Erinnerungsbaums in ein Land überführt, in dem diese Form der Bestattung möglich ist (z. B. Niederlande, Schweiz oder Tschechien).
Dort wird die Asche mit Erde bzw. einem speziellen Substrat verbunden und ein junger Baum herangezogen.
Der entstandene Baum kann anschließend nach Deutschland zurückgeführt und – je nach rechtlicher Situation und örtlichen Vorgaben – beispielsweise im eigenen Garten gepflanzt werden.
Das Grundstück muss sich in Privatbesitz befinden bzw. der Eigentümer muss mit der Pflanzung einverstanden sein.
Örtliche Vorgaben wie Grenzabstände, Bebauungspläne oder Schutzbestimmungen können eine Rolle spielen.
Bei einem späteren Verkauf des Grundstücks sollte geklärt werden, wie mit dem Baum als persönlichem Erinnerungsort umgegangen wird.
Die Auswahl der Baumart hängt vom jeweiligen Verfahren sowie den klimatischen und biologischen Bedingungen ab, in denen der Erinnerungsbaum heranwächst.
In der Regel werden Baumarten verwendet, die sich gut für die spätere Pflanzung in mitteleuropäischen Regionen eignen und langfristig stabil wachsen können. Dazu zählen beispielsweise verschiedene Laub- und Zierbäume.
Welche Baumart im Einzelfall möglich ist, hängt von mehreren Faktoren ab – unter anderem vom Entwicklungsprozess des Baumes und den individuellen Rahmenbedingungen.
Gerne beraten wir Sie persönlich dazu, welche Möglichkeiten in Ihrem konkreten Fall bestehen und welcher Erinnerungsbaum am besten zu Ihren Wünschen passt.
Ja, auch bei einer Tree-of-Life-Bestattung kann eine persönliche Trauerfeier oder Abschiedszeremonie stattfinden.
Diese kann entweder vor der Einäscherung, im Rahmen der Abschiednahme oder zu einem späteren Zeitpunkt bei der Pflanzung des Erinnerungsbaumes gestaltet werden.
So entsteht ein würdevoller Abschied, der den persönlichen Charakter der Bestattung unterstreicht und Raum für Erinnerung und Verbundenheit gibt.
Karin Teßmer
Inhaberin und Bestatterin in 4. Generation
Der Verlust eines Menschen bringt viele Fragen mit sich, oft in kurzer Zeit.
Welche Form des Abschieds ist die richtige?
Wie soll die Trauerfeier gestaltet werden?
Welche Möglichkeiten gibt es auf dem Friedhof?
Wir lassen Sie mit diesen Fragen nicht allein. In einem persönlichen Gespräch erklären wir Ihnen alle Schritte verständlich und begleiten Sie dabei, Entscheidungen in Ruhe zu treffen.
Sprechen Sie uns an – wir sind für Sie da:
im Trauerfall 24/7 – Tag und Nacht erreichbar unter 03843 682 387
Erdbestattung
Die Erdbestattung gehört zu den klassischen Formen des Abschieds. Der Verstorbene wird in einem Sarg auf einem Friedhof beigesetzt. Ein eigener Grabplatz kann für Angehörige ein wichtiger Ort der Erinnerung und des Gedenkens sein.
Feuerbestattung
Bei einer Feuerbestattung wird der Verstorbene in einem Sarg eingeäschert. Die Urne kann anschließend auf unterschiedliche Weise beigesetzt werden – beispielsweise auf einem Friedhof, in einem Kolumbarium oder bei besonderen Bestattungsformen.